Konsequenzen der Gratis-Kultur

Ihr Lieben,

heute möchte ich euch eine Entscheidung mitteilen, mir der ich mich lange herumgequält habe. Aber in letzter Zeit höre ich immer mehr entmutigende Dinge, die mir echt das Herz brechen und etwas brachte nun das Fass zum Überlaufen. Ich habe beschlossen, daraus meine Konsequenzen zu ziehen.

Anfang der 2000er war ich eine begeisterte FanFic-Autorin, als mir die Idee zu Triangle kam und ich damit zum ersten Mal seit Jahren wieder eigene Figuren schrieb. Das Ganze postete ich aus Spaß kapitelweise auf meiner Webseite, und mit das Schönste daran war das Feedback meiner LeserInnen, die „live“ dabei waren, während sich diese Geschichte entwickelte. Damals war das Schreiben für mich ein Hobby.

Die Idee, mit Refugium etwas ganz Ähnliches zu machen und die Geschichte gemeinsam mit meinen Newsletter-AbonnentInnen wachsen zu lassen, gründete sich auf meine damaligen positiven Erfahrungen. Ich wollte wieder etwas ohne Zeitdruck schreiben, das sich einfach entwickeln darf und an dem euer Feedback Anteil hat. Das Ganze sollte (wie damals Triangle) gratis sein.

Nun häufen sich aber in letzter Zeit Vorfälle, die mich mit großer Sorge erfüllen und mir mehr und mehr das Gefühl geben, dass die Arbeit von AutorInnen in den Augen der Welt nichts wert ist. Da sind zum einen die Plagiatsfälle, wo sich „Klautoren“ rotzfrech an der harten Arbeit echter AutorInnen bereichern – und meist damit durchkommen. Zudem wächst der Druck, dass Bücher und eBooks immer günstiger angeboten werden sollen. Am besten überhaupt ganz gratis.

Es macht mich unendlich traurig, wenn LeserInnen mir schreiben, dass sie meine Bücher lieben, aber nicht bereit sind, sie zu kaufen. Stattdessen machen sie bei jeder Verlosung mit, bei der sie meine Bücher gewinnen können.

Ich weiß, das sind drastische Ausnahmen. Hoffe ich. Dennoch zeigen meine Erfahrungen der letzten Zeit, dass das zunimmt. Da greifen LeserInnen Gratisexemplare in Leserunden ab, um sie anschließend zu verkaufen. Testleserinnen, denen man vertraut, stellen eBooks auf kostenlosen Tauschbörsen ein, eBooks tauchen am Tag der Veröffentlichung auf Piratenseiten auf und und und…

Ich denke, vieles daran ist vielleicht wirklich Unwissenheit. Den meisten ist wahrscheinlich nicht klar, dass wir Autoren pro verkauftem Buch, das im Handel für um die 12,00 € zu haben ist, meist nur etwa 0,70 € bekommen (es sei denn, man macht Self-Publishing und nur eBooks, aber auch da sind es keine Unsummen, die man erhält). Man kann sich leicht hochrechnen, wie viele Bücher wir im Monat verkaufen müssten, um davon unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Leider gibt es kaum Autoren, die das können. Auch ich benötige einen „Brotjob“. Selbst wer auf der Spiegel-Bestsellerliste landet, kann nicht unbedingt vom Schreiben leben, wie mir Kolleginnen (die solche Bestseller schreiben) verraten haben.

All das ist hart, aber es ist die Realität in dieser Branche. Die Frage ist nur, ob ich die „Abgreifer“-Gratis-Mentalität weiterhin unterstützen will. Weil man das halt so macht und es als Werbemaßnahme dazugehört. Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu der Entscheidung gekommen: Nein, das will ich nicht. Nicht mehr.

Deshalb werde ich zukünftig erst mal keine Bücher und eBooks mehr verlosen. Nur noch kleine Goodies für echte LeserInnen. Und – so schwer es mir fällt – auch Refugium wird es nicht gratis geben. Es wird interessant sein zu sehen, wer tatsächlich Interesse an meinen Geschichten hat und wen nur das „kostenlos“ gereizt hat. Schluss mit gratis.

Ich bin traurig darüber, Refugium nicht auf die geplante Weise mit euch teilen zu können. Ich wollte euch diese Geschichte schenken und mit euch gemeinsam die Freude an ihrer Entstehung teilen. Aber noch trauriger wäre es, ein weiteres Rad im Getriebe der großen Gratis-Maschinerie zu werden, und diese dadurch weiter zu fördern. Das kann ich guten Gewissens einfach nicht. Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass es wichtig ist, sich dagegen zu stellen. Unsere Arbeit als Autoren, die vielen Monate, das Herzblut, die Selbstzweifel, das Zähne-zusammenbeißen-und-weitermachen, die Kreativität, die in ein Buch einfließen – all das ist etwas wert.  Ich hoffe, ihr könnt meine Entscheidung nachvollziehen und vielleicht sogar verstehen.

Was wird nun aus Refugium?
Ehrlich gesagt weiß ich das noch nicht. Schreiben will ich die Geschichte auf jeden Fall, denn ich brenne total dafür! Vielleicht werde ich sie einem Verlag anbieten, vielleicht auch im Self-Publishing rausbringen. Ich muss darüber noch gründlich nachdenken. Sicher ist nur, dass ihr Wills und Ezras Geschichte zu lesen bekommen werdet, wenn ihr mögt. Und hoffentlich noch viele, viele mehr. Ich möchte mich nicht von den traurigen Realitäten dieser Branche entmutigen lassen und darüber meine Freude am Schreiben verlieren.

Deshalb ein riesiges dickes Knuddel-Dankeschön mit Schokostreuseln obendrauf an alle, die mich unterstützen und denen meine Arbeit etwas wert ist. Klingt schmalzig, ist aber wahr: Ich schreibe weiterhin, weil es euch gibt. Ihr macht mir Mut und zeigt mir immer wieder, warum ich es so liebe, Geschichten zu erzählen. Geschichten brauchen Zuhörer, um zum Leben zu erwachen – und das seid ihr. ♥

Alles Liebe,
Susann

21 Replies to “Konsequenzen der Gratis-Kultur”

  1. Romy sagt:

    Liebe Susann,

    ich kann deine Entscheidung nachvollziehen und unterstütze sie vollkommen. Und freue mich darauf, wenn es Refugium irgendwann mit dem tollen Cover als Taschenbuch zu kaufen gibt – mit oder ohne Verlag. 🙂

  2. Bri Mel sagt:

    Hallo Susann,
    ich kann dich gut verstehen. Zu viel ist in letzter Zeit aufgedeckt worden. Das ist sehr schade, aber darum verstehe ich, dass du dich gegen ein Gratis-Buch entscheidest.
    Lass dich nicht unterkriegen. Ich lese gerne deine Geschichten und freue mich auf Neues <3
    Liebe Grüße
    Bri

  3. Sabrina sagt:

    Liebe Susann,

    ich kann Dich gut verstehen und Deine Entscheidung nachvollziehen.

    Ich werde weiterhin Leser bleiben und habe Dein neues Buch sogar aus „Buch“ bestellt. Das Cover ist so wunderschön. 🙂

    Liebe Grüße,
    Sabrina

  4. Nora Wolff sagt:

    Liebe Susann,

    eine mutige, aber auch für mich nachvollziehbare Entscheidung, die trotz allem sicher nicht einfach zu treffen war. Ab und zu mache ich mir selbst solche Gedanken.

    Ich gebe zu, ich habe mich hauptsächlich wegen „Refugium“ in deinen Newsletter eingetragen – allerdings folge ich dir sowieso auf allen möglichen Kanälen, vielleicht gibt das einen Pluspunkt 😉

    Ich habe vor Kurzem „Böse Jungs“ zu Ende gelesen und bin so angefixt, dass ich mir definitiv auch „Berlin Blues“ holen werde. Falls du in irgendeiner Form „Refugium“ veröffentlichst, werde ich wahrscheinlich auch dabei sein – sowie bei weiteren Veröffentlichungen 😀

    LG
    Nora

  5. Sabrina sagt:

    Liebe Susann,

    ein gewagter aber auch verständlicher Schritt. Viele wissen die Arbeit von Autoren nicht zu schätzen. Klar ist man im ersten Moment jetzt traurig wegen „Refugium“, aber „echte“ Leser,die deine Bücher auch lieben und schätzen, werden warten und auch Geld dafür ausgeben. Und dazu zähle ich auch. Jedes deiner Bücher ist in meinem Besitz. Überwiegend als Ebook aber das ändert sich 😉

    Ich persönlich freue mich zwar wenn ich was gewinne,aber alles darauf ansetzen mag ich auch nicht. Deswegen kauf die die anderen selber. Und mir macht es auch nichts aus mal mehr für ein Buch auszugeben. Bei deinem neuen Schatz, hab ich direkt beides bestellt 😀 Das Ebook wird nächste Woche direkt vor Uni Beginn gelesen. Und das Print kommt dann später ins Regal, wenn ich es erhalten habe 🙂 Ich werde mich definitiv nicht von deinem Newsletter abmelden. Ich will ja auf den neusten Stand bleiben 😉

    Aber wie gesagt, ich verstehe deinen Schritt und werde als treuer Leser weiterhin hinter dir stehen, gratis Aktionen hin oder her.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    • Liebe Sabrina,
      ich drück dich gerade ganz doll in Gedanken und danke dir sehr! Deine Unterstützung bedeutet so viel! (Und ich bin schon ganz hibbelig und kann es nicht erwarten, mich mit dir und allen über Vfi auszutauschen! Und genau das ist es, was zählt – dass wir alle Freude an Büchern haben!)
      Liebe Grüße!

  6. Betty sagt:

    Liebe Susann!
    Es ist eine Entscheidung, die einem nicht leicht fällt. Als Autor spürt man den Druck von allen Seiten, so weiterzumachen wie immer. Doch in einer Zeit, in der wir Autoren auch viel aktiver sein müssen, viel mehr über uns verraten, dem Leser ohnehin auf verschiedenen Portalen nahe sind wie nie zuvor, sollte diese Nähe zum Autor alleine schon einen Mehrwert bieten. Stattdessen reicht es nicht mehr, Lesezeichen und andere Goodies. Vielleicht ist es an der Zeit, die Notbremse zu ziehen. Hoffentlich findet dann ein Umdenken bei Lesern, Autoren und Verlagen statt.
    LG Betty

    • Liebe Betty,
      das stimmt, diese Präsenz und Nähe wird heutzutage von uns verlangt – mir persönlich macht die auch unheimlich Spaß, aber ich kann es auch gut verstehen, wenn das anderen KollegInnen nicht leicht fällt und sie das nicht möchten. Ich hoffe so sehr, dass es irgendwann ein Umdenken weg von „gratis gratis GRATIS“ geben wird. Wenn ich nur eine Person erreiche und sie die Sache danach anders sieht, ist das schon ein großer Sieg. 🙂

  7. Gabi sagt:

    Ich gebe zu, ich habe mich nur wegen „Refugium“ zum Newsletter angemeldet. Ich fand die Idee super, einer Story quasi bei der Entstehung zuzusehen und z. B. mitzuerleben, wie sie vielleicht einen Schlenker macht, der ursprünglich gar nicht geplant war. Und das wäre für mich eine gute Gelegenheit, die Arbeit einer Autorin kennenzulernen, von der ich bisher nichts gelesen habe.

    Ich lese viel und ich habe auch einige Newsletter von Autoren abonniert. Die meisten Mails lese ich nicht wirklich, sondern überfliege sie nur kurz auf der Suche nach Neuerscheinungen des Autors oder einer Lesung in meiner Nähe. Für mehr fehlt mir die Zeit, weil auch ich einen Brotberuf habe. Newsletter von Autoren, die mich grundsätzlich interessieren, die aber noch nicht zu meinen Lieblingen gehören, spare ich mir. Denn das wären einfach zu viele. Wie gesagt, für das interessante Projekt „Refugium“ hätte ich eine Ausnahme gemacht. Da es das nun so nicht gibt, werde ich mich tatsächlich vom Newsletter wieder abmelden.

    Dass das als „Abgreifen von kostenlosem Lesestoff“ empfunden wird, kränkt mich ein bisschen.
    Dank Brotberuf kann ich es mir erlauben, Bücher zu kaufen, die ich haben möchte und ich tue das auch. Ich nutze aber auch die Gelegenheit, über kostenlose Kurzgeschichten, Veröffentlichungen auf Bookrix oder der Autorenhomepage, oder eben Newsletter-Anhängsel, die man dort umsonst lesen kann, einen ersten Eindruck zu bekommen. Wie schade, dass auch das durch so eine Alles-oder-nichts-Entscheidung nun wegfällt.

    Sorry, aber den Zusammenhang zwischen der Idee, „Refugium“ stückweise für die Newsletter-Abonnenten zu veröffentlichen und Plagiatsfällen anderer Autoren sehe ich leider gar nicht. Bei Refugium geht es darum, Lesern etwas zur Verfügung zu stellen, was nun nicht mehr geschieht, weil Autoren anderswo abgeschrieben haben?

    Vielleicht ist das hier einfach die Konsequenz ganz allgemeinen Frustes, was ich absolut verstehen kann. Ich bitte aber auch um Verständnis, dass ich durch „Refugium“ angelockt, nun ohne dieses Projekt vom Newsletter wieder abspringe, weil diese Fortsetzungsgeschichte tatsächlich für mich der Hauptgrund war, mich anzumelden. Es kann trotzdem sein, dass ich „Refugium“ später kaufe, wenn es fertig und erschienen ist, obwohl es mich als „live“-Projekt natürlich viel mehr interessiert hätte.

    • Hallo Gabi!
      Danke für deinen Kommentar! Mir geht es darum, dass die Arbeit von Autoren immer weniger wert zu sein scheint und zunehmend verlangt wird, dass sie für umsonst angeboten wird. Diese Gratis-Mentalität breitet sich leider immer mehr aus. Ich wollte „Refugium“ meinen Abonnenten deshalb kostenlos anbieten, damit sie bei der Entstehung der Geschichte live dabei sein können. Durch die Vorfälle der letzten Zeit ist mir aber klar geworden, dass ich damit die Gratis-Kultur nur noch weiter unterstützen würde. Ich finde das immer weitere Anschwellen dieses Gratis-Ballons beängstigend und deshalb muss ich eine Konsequenz ziehen – und Konsequenzen sind nun mal Alles-oder-nichts-Entscheidungen.
      Die Plagiatsfälle habe ich erwähnt, weil es auf dasselbe Prinzip hinausläuft – Geringschätzung der Arbeit von AutorInnen.
      Ich verstehe aber auch, dass du dich entschieden hast, meinen Newsletter nun nicht mehr zu abonnieren, da du meine Arbeit ja noch gar nicht kennst. Einen ersten Eindruck von meiner Arbeit kann sich allerdings jeder gerne in meinen Leseproben machen. Deshalb muss ich nicht ein ganzes Buch (in dem Monate von intensiver Arbeit stecken) kostenlos veröffentlichen, finde ich. Mir ist klar geworden, dass ich damit ein völlig falsches Signal senden würde. Ich würde mich natürlich ganz dolle freuen, wenn du dir „Refugium“ kaufst, wenn es rauskommt. Ich verstehe aber auch, wenn du dich von meiner harten Entscheidung überrumpelt fühlst. Mir ist sehr bewusst, dass es eine harte Entscheidung ist und ich habe sie nicht leichtfällig getroffen, sondern weil ich glaube, dass man ein System, das einem die Lebensgrundlage entzieht, nicht weiter unterstützen sollte. Glaub mir, mir tut diese Entscheidung, aus Refugium nun doch keine Fortsetzungsgeschichte zu machen, selber wahrscheinlich am meisten weh. Ich denke darüber nach, wie ich nun bei der Veröffentlichung vorgehen werde. Vielleicht finde ich einen guten Weg, bei dem die Spannung eines Episoden-Romans erhalten bleiben kann, ohne dass es gratis sein muss. 🙂
      Liebe Grüße,
      Susann

  8. Sheila sagt:

    Liebe Susann,
    ich bin zwar nicht angemeldet zu deinem Newsletter und muss auch erwähnen das ich noch keins deiner Werke kenne. Aber ich bin wollte dir versuchen etwas Mut zuzusprechen, klar bin ich auch froh mal was umsonst zu bekommen, aber es ist keine Grundlage für mich. Ich lese gerne und auch recht viel, und unterstütze sehr gerne Autoren, dank denen ich der Realität mal entfliehen kann. Ich finde es super schön was Autoren so auf die Beine stellen, ich unterstütze auch super gerne selfpublisher oder sonstiges, ich finde es reicht auch komplett aus eine Leseprobe zur Verfügung zu stellen, da man da schon die wichtigsten Eindrücke bekommt ob die Geschichten diese Autors was für einen selbst ist. Denn daraus gehen Schreibstil und die Richtung der Geschichte meist beides gut hervor. Und ich danke hiermit allen Autoren die mir schon eine tolle lesezeit bereitet haben, und mich jedesmal aufs neue in eine andere Welt entführen.
    Lass dich nicht unterkriegen.
    Ganz liebe Grüße aus Berlin.

  9. Chris McKay sagt:

    Hallo Susann,

    ich war bis eben nicht in deinem Newsletter eingetragen 😉 Hab ich mal noch schnell nachgeholt.

    Ehrlich gesagt hatte ich das mit Refugium über FB nur am Rande mitbekommen, aber ich bin eh nicht so der Fortsetzungsleser. Dazu bin ich zu sehr mit eigenen Projekten beschäftigt. Da warte ich dann lieber, bis das fertige Buch in den Shops ist. Für gute Bücher gebe ich gerne Geld aus, gerade weil ich weiß, wie viel Arbeit und Herzblut in einem solchen Buch steckt.
    Deine Entscheidung mag einige Leser hart treffen, ich finde sie richtig und nachvollziehbar. Carin Müller hat vor einigen Wochen etwas ähnliches auf ihrer Homepage geschrieben, und dort auch mal die Rechnung aufgemacht, wie viel einem Autor überhaupt noch bleibt. Unsere Arbeit ist einfach mehr wert.

    Was das Cover anbelangt: Sehr schön, und wir würden es mit Sicherheit übernehmen 🙂 Dazu schreibe ich dich separat an.

    Ich freue mich jedenfalls auf jedes neue Buch von dir und hoffe, dass es noch ganz viele mehr werden.

    Liebe Grüße
    Chris

    • Hi Chris!

      > ich war bis eben nicht in deinem Newsletter eingetragen 😉 Hab ich mal noch schnell nachgeholt. <

      Ha! Wie klasse! 😀

      > Deine Entscheidung mag einige Leser hart treffen, ich finde sie richtig und nachvollziehbar. Carin Müller hat vor einigen Wochen etwas ähnliches auf ihrer Homepage geschrieben, und dort auch mal die Rechnung aufgemacht, wie viel einem Autor überhaupt noch bleibt. Unsere Arbeit ist einfach mehr wert. <

      Das muss ich mir unbedingt ansehen! Ich geh gleich mal googeln.

      > Ich freue mich jedenfalls auf jedes neue Buch von dir und hoffe, dass es noch ganz viele mehr werden. <

      Vielen lieben Dank! Das freut mich riesig! 😀

      Liebe Grüße,
      Susann

  10. Chris Popp sagt:

    Hallo Susann,

    ich bin eher durch Zufall auf den Post hier gestoßen und kenne auch Deine Bücher nicht. Aber ich begrüße es auf jeden Fall erst einmal, dass Du Dich nicht mehr „verschenken“ möchtest, dich nicht unter Wert verkaufen willst.

    Ich war schon in vielen Buchgruppen auf Facebook, und ich muss sagen: Es ist eine wahre Seuche, wie sich dort Autor*innen prostituieren, indem sie wirklich in jede Gruppe – manchmal täglich – ihre Werbung klatschen. Das Ganze womöglich noch in Großbuchstaben. Dann wird das Buch entweder gratis angeboten oder für den „Knallerpreis von 99 Cent“ verscherbelt – und das in marktschreierischer Manier.

    Mir ging das schon immer auf die Nerven – was glaubst Du, wie schnell das Scrollrad meiner Maus da zu scrollen in der Lage ist. 😉

    Wenn Autoren die Aufmerksamkeit auf sich lenken müssen, indem sie ihre Bücher immer wieder für 99 Cent oder gratis anbieten müssen, kann irgend etwas nicht stimmen. Doch – da kann ich wieder nur von mir selbst reden – mich macht kein Preis neugierig, und Gratisdownloads landen sowieso meist irgendwo auf dem „Irgendwann“-Stapel und werden unter Umständen dann wieder ungelesen gelöscht. Daher kann mich auch so etwas nicht locken. Denn: mich muss das BUCH neugierig machen. DAS ist wichtig. Doch wenn ich mich durch manche Gruppen scrolle, sehe ich (pardon!) Scheißcover mit Klischeetiteln, die Klappentexte sorgen für einen narkoleptischen Anfall, und wenn ich mich dann doch mal in einer Leseprobe verheddere, ärgere ich mich darüber. Besonders dann, wenn ein Lektorat komplett fehlt und der Stil schon nach zwei Seiten unaushaltbar ist. Nein, DAS will ich nicht für 99 Cent und auch nicht für null Euro.

    Die seriösen Selfpublisher haben so etwas nicht nötig. Die, die es können, wissen, was sie können. Und dafür sollten sie auch Geld nehmen dürfen – eine Gratisleseprobe sollte reichen. Wer mehr will, muss das Buch kaufen und fertig.

    So weit mein Senf dazu. 🙂

    LG
    Chris

  11. Warum bringst Du die Story nicht wirklich als Episodenroman in eBook-Format heraus, wenn Du diesem Format gern treu bleiben möchtest? Ich kenne da mindestens eine Reihe, bei der das hervorragend funktioniert, in dem Fall kostet die Episode 0,99 Euro, erscheint einmal im Monat und ich möchte keine davon verpassen.
    Nur so als Vorschlag. 😉

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