Kategorie: Mental Health

Neusortierung

Ihr Lieben, die letzten Monate und Wochen waren extrem hart. Nun muss ich zudem den Verlust eines geliebten Menschen verkraften, der eine riesengroße Lücke in mein Leben reißt. Und irgendwie habe ich das dringende Gefühl, dass ich einiges verändern sollte. Ich werde mir Zeit nehmen, mich neu zu sortieren. Es wäre mir lieb und wichtig, zukünftig eine bessere Balance zwischen Schreibzeit und Freizeit zu finden. Ich habe das Gefühl, auch was meine Erkrankung betrifft, einen großen Schritt zurücktreten zu müssen, um Druck und Stress zu reduzieren. Deshalb werde ich gründlich überlegen, wie viel Arbeit ich zum Beispiel noch in die Pflege meiner Social Media Accounts investieren möchte. Eigentlich hat mir das immer Spaß gemacht, aber es ist auch nicht einfach, ständig Inhalte zu generieren, die für euch interessant und unterhaltsam sind, Nachrichten zu beantworten und immerzu präsent zu sein. Ich werde Facebook vorerst den Rücken kehren, denn das ist mein Haupt-Zeitfresser. Ich fühle

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LBM 2018 – Leben mit Hochfunktionaler Depression

Ihr Lieben, eigentlich sollte das hier mein jährlicher Bericht über die Leipziger Buchmesse werden. Wird es auch irgendwie. Aber das wird diesmal nur Randthema sein. Denn so schön die 3 Messetage für mich waren (und das waren sie wirklich, zweifelt auf keinen Fall daran!), so deutlich haben sie mir auch wieder mal vor Augen geführt, dass ich nicht gesund bin. Ich bin manisch-depressiv. Man nennt das im Fachjargon "bipolar", aber ich finde "manisch-depressiv" treffender, denn genau das ist es. Leben mit Manie und Depression. Viele von euch wissen um meine Krankheit, denn ich gehe seit einer Weile hier auf dem Blog offen damit um. Und in Vielleicht für immer habe ich euch einen Einblick gewährt, was es heißt, damit zu leben. Aber gerade dieses "offen damit umgehen" ist für mich so unglaublich schwer, dass ich mich regelrecht dazu zwingen muss. Denn ich bin auch das, was man als "high functioning

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Zweifel und Entscheidungen

Ihr Lieben, wer Mitglied in meiner Facebook-Gruppe ist, hat es schon mitbekommen. Momentan führt das Leben mir mal wieder deutlich vor Augen, dass es Wichtigeres gibt, als Schreiben. Wenn man einen geliebten Menschen beim Sterben begleitet, rückt das vieles in eine andere Perspektive. Was bei meiner Mutter vor vier Jahren schockartig schnell kam, ist in diesem aktuellen Fall nun ein langer Abschied. Das zehrt Kraft und hinterlässt in meinem Leben tiefe Spuren. Es ist eine Zeit der Umbrüche. Auch in meinem Brotjob ändert sich momentan vieles. Einerseits ist das toll, andererseits bedeutet das, dass ich zukünftig weit weniger Zeit zum Schreiben haben werde. Und das ist vielleicht auch gut so. Ursprünglich ging ich auf Halbtags, weil ich meine Schriftsteller-Tätigkeit pushen wollte. Das habe ich auch echt getan, aber leider nicht mit dem erhofften Ergebnis. Nach drei Jahren muss ich einsehen: Verdienstmäßig kann das Schreiben den Vollzeitjob nicht ausgleichen. So gerne ich

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Pause nötig – Mental Health

Ihr Lieben, manchmal zieht einem das Leben den Boden unter den Füßen weg, und das macht es am liebsten ohne jede Vorwarnung. Besonders ungünstig ist das, wenn man gerade ein neues Buch promotet und eigentlich voller Elan die Dinge angehen möchte. Pustekuchen, hat sich meine Krankheit gedacht. Ich knocke dich jetzt einfach aus, weil's grad so gar nicht passt. So ist das leider mit Depressionen. Und so ist das Leben mit einer bipolaren Erkrankung. Ich habe mir in letzter Zeit einfach zu viel zugemutet. Refugium mit enger Deadline zu schreiben, die Buchmesse, Moderation auf der Queer Con und dazu noch eine ziemlich arbeitsintensive Hausentrümplung und -renovierung und mein demenzkranker Vater - kein Wunder, dass ich seit dem Spätsommer fast immerzu erkältet bin. Mein Körper wollte mir wahrscheinlich sagen: Pass auf dich auf. Du muss langsamer machen, sonst ziehe ich die Notbremse. In Vielleicht für immer habe ich versucht, euch einen kleinen

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