Kategorie: Schriftsteller-Geplapper

Nach dem Roman ist vor dem Roman

Ihr Lieben, wenn man als Autorin ein Buch beendet, ist das immer ein etwas wehmütiger Sieg. Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe, die Geschichte, die mir im Kopf herumschwebte, umzusetzen. Meist wurde sie anders als geplant, ist während des Schreibens gewachsen und hat mich auf unerwartete Pfade geführt. Manche Autorinnen arbeiten mit minutiösem Plan. Ich bin eher die Abenteuer-Schreiberin, die sich auf den Weg ins Unbekannte macht. Ein Ziel und ein paar Stationen unterwegs vor Augen, aber noch keine festgefahrene Vorstellung, wie ich dorthin kommen soll. Einfach mal gucken und den Figuren die Führung überlassen. Meist wissen die es am besten. [caption id="attachment_1712" align="alignnone" width="500"] Genauso fühlt sich das an, wenn ich drauflos schreibe... ;-)[/caption] Gestern Abend habe ich die letzten Zeilen von Café Bohème geschrieben. An diesem Projekt habe ich unfassbar lange gearbeitet, denn einige der Geschichten waren ziemlich heftig zu schreiben und ich habe zwischenzeitlich längere Pausen

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Social Media Müde

Ihr Lieben, in letzter Zeit stelle ich immer öfter fest, dass ich mich nicht dazu aufraffen kann, durch endlose Instagram- und Twitter-Timelines zu scrollen. Facebook lese ich ja schon sehr lange nicht mehr, da mir dort die Atmosphäre mehr und mehr vergiftet erschien. Und der Gedanke, selbst etwas zu posten, wird zunehmend von einem dicken "Wozu eigentlich?" begleitet. Ich habe mal recherchiert und festgestellt, dass es tatsächlich so vielen Menschen ähnlich geht, dass es dafür einen Begriff gibt: Social Media Fatigue oder Social Media Burnout. Vor allem Early Adopters (also Leute, die von Anfang an viel auf Social Media unterwegs waren - so wie ich) sind betroffen. Es ist das Gefühl, dass das alles zu viel ist. Dass man alles in endlosen Varianten schon mal gelesen und gesehen hat. Die Oberflächlichkeit, die Selbstdarsteller, die Trolle, die Boshaftigkeit mancher Diskussion und die unfassbare Dummheit von manchen Posts. Ganz ehrlich, es wird so viel ohne

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Zweifel und Entscheidungen

Ihr Lieben, wer Mitglied in meiner Facebook-Gruppe ist, hat es schon mitbekommen. Momentan führt das Leben mir mal wieder deutlich vor Augen, dass es Wichtigeres gibt, als Schreiben. Wenn man einen geliebten Menschen beim Sterben begleitet, rückt das vieles in eine andere Perspektive. Was bei meiner Mutter vor vier Jahren schockartig schnell kam, ist in diesem aktuellen Fall nun ein langer Abschied. Das zehrt Kraft und hinterlässt in meinem Leben tiefe Spuren. Es ist eine Zeit der Umbrüche. Auch in meinem Brotjob ändert sich momentan vieles. Einerseits ist das toll, andererseits bedeutet das, dass ich zukünftig weit weniger Zeit zum Schreiben haben werde. Und das ist vielleicht auch gut so. Ursprünglich ging ich auf Halbtags, weil ich meine Schriftsteller-Tätigkeit pushen wollte. Das habe ich auch echt getan, aber leider nicht mit dem erhofften Ergebnis. Nach drei Jahren muss ich einsehen: Verdienstmäßig kann das Schreiben den Vollzeitjob nicht ausgleichen. So gerne ich

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Wie man eine Autorin glücklich macht

Ihr Lieben, das muss ich mit euch teilen, weil ich mich so gefreut habe! Gestern war ein dicker Umschlag in der Post - und als ich ihn aufgemacht habe, hab ich Bauklötze gestaunt. Eine Leserin hat mir als Dankeschön für schöne Lesestunden selber einen Marvel-Kalender gebastelt, weil sie gelesen hat, dass ich das MCU liebe. Und dazu hat sie mir noch einen total lieben Brief geschrieben. Ich bin baff und freu mich sooooooo! Der Kalender bekommt einen absoluten Ehrenplatz! Leider war keine Absenderadresse angegeben, darum hoffe ich, mein Dank erreicht dich auf diesem Wege: Liebe Sonja, du bist eine Wucht! *mal ganz doll drück* Ganz ehrlich, solche Post zu bekommen ist das Schönste, das ich als Autorin erlebe. Das sind absolute Highlights. Das und die Buchmessen, durch die vielen schönen Begegnungen mit euch. Wenn ich manchmal zweifle, ob sich das alles überhaupt lohnt und ob ich weitermachen soll, dann bringt ihr

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Pläne für 2017

Ihr Lieben, am letzten Tag von 2016 atme ich vor allem tief durch, denn dieses Jahr hat mich ganz schön gebeutelt und emotional ausgelaugt. Privat war es ein richtig, richtig krasses Jahr, das mir gleich mehrmals den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Außerdem kam der Terror im Sommer in Form eines Anschlags nach Würzburg, meine immer so beschaulich geglaubte Heimat. Es passierte genau dort, wo meine Freundin und ich öfter spazieren gehen. Auch der Anschlag in Orlando auf die LGBT+ Gemeinde hat mich tief erschüttert. Und dann noch das: Ich hab nicht viele Helden, aber gleich zwei hat mir 2016 genommen - David Bowie im Januar und nun noch Carrie Fisher im Dezember. Go fuck yourself, 2016. Trotzdem gab's zum Glück auch schöne Momente. Die Veröffentlichung von Vielleicht für immer gehört dazu und dass ihr das Buch so gefeiert habt! Wunderbar waren auf jeden Fall auch die beiden Buchmessen (LBM und BuchBerlin), bei

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