Böse Jungs

Böse Jungs
Eine verrückte Dreiecksgeschichte


Was, wenn der Falsche genau der Richtige für dich ist?


Inhalt

Als James sich in Casey verliebt, weiß er, das bedeutet Ärger. Nicht nur, weil Casey sein bester Freund ist, er ist auch noch hetero. Zumindest scheint es so, bis Bad Boy Rizzo auftaucht und alles durcheinanderbringt. Bald muss sich James die Frage stellen: Mit wem von beiden will er wirklich zusammensein? Denn nur einer würde bedingungslos für ihn da sein, falls er sich dem dunklen Geheimnis aus seiner Vergangenheit stellt...

Drei Jungs. Drei Perspektiven. Wer bekommt sein Happy End?


Details

ISBN eBook: 978-3-95818-010-9
ISBN Taschenbuch: 9783734754098
Verlag: Forever by Ullstein
Genres: Gay Romance, New Adult
Länge: Roman
Seitenzahl: 336
Veröffentlichungsdatum: 6. Februar 2015


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Fortsetzung: Berlin Blues - Eine Böse Jungs Geschichte


Trivia:

  • Ursprünglich schrieb ich diese Geschichte auf Englisch und veröffentlichte sie unter dem Namen Triangle auf meiner damaligen Webseite.

  • Triangle wurde so populär, dass es zeitweise sogar ein Online-Rollenspiel (RPG) dazu gab, das am Woodhaven College spielte.

  • Im englischen Original gibt es eine 4. Hauptfigur namens Nick, die später in der Geschichte auftaucht und von meiner amerikanischen Freundin und Co-Autorin Romelle Engel geschrieben wurde. Weil ich Nick nicht für die deutsche Fassung in meinen Worten schreiben wollte, kommt er darin nicht vor. Er ist und bleibt für mich einfach Romelles Junge. Wer das Original lesen möchte - hier!

  • Triangle bestand aus mehreren Novellen. Ohne Romelles Begeisterung, die dazu führte, dass ich sie als Co-Autorin an Bord holte, wären die letzten beiden Novellen nie geschrieben worden und die Reihe unvollendet geblieben.


Leseprobe

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Leseprobe


Auszug


Ich tue so, als ob ich nicht merke, dass Rizzo zu mir rüberkommt. Er besitzt die Geschmeidigkeit einer Großkatze auf der Jagd. Sieht wie Laufen aus, aber ist bestimmt eine Kunstform, die irgendwann olympisch wird. Passt zu ihm - er ist durch und durch Raubtier. Ich zwinge mich, in die andere Richtung zu schauen. Warum hängt jemand wie er bloß neuerdings mit Casey ab und damit auch mit mir? Gibt es dagegen kein Mittel? Vielleicht würde Knoblauch helfen, in rauen Mengen.

»Foley. Hast du ’ne Kippe?« Er setzt sich neben mir auf die Rückenlehne der Bank. Seine Herrlichkeit auf dem Thron, hoch über mir, König der verdammten Welt.

»Ich rauche nicht. Solltest du langsam wissen.«

Ein winziges Lächeln blitzt über seine Lippen, er zuckt nur die Achseln. Klar, so viel Aufmerksamkeit wäre dann doch zu viel verlangt. In diesem Licht sind seine Augen fast schwarz, sodass ich die Pupillen kaum sehen kann. Dunkle Schokolade. Ich frage mich, wie sein Mund wohl schmeckt.

Er wirft mir einen Blick zu. »Wartest du auf Mills?«

»Wie kommst du darauf?«

»Tust du doch immer.«

Na prima. Der Typ kennt mich wie lange? Fünf Minuten? Unser erstes Gespräch ist kaum drei Wochen her. Und schon meint er, mich durchschaut zu haben? Ha. Da haben sich bereits ganz andere die Zähne ausgebissen.
Rizzo grinst auf diese gewisse Art und Weise, mit der er vermutlich jeden jederzeit flachlegen kann. Ich ignoriere es. Er mag es gar nicht, wenn man nicht auf ihn reagiert.

»Was denn, stimmt doch?«, hakt er nach.

Ich lächle kalt. »Geht dich einen Scheißdreck an.«

»Du bist echt ein hoffnungsloser Fall, Foley. Was ist dein Plan? Ihn bis in alle Ewigkeit anzuschmachten? Warum treibt ihr beiden es nicht endlich und bringt es hinter euch?«

Das hat er jetzt nicht gerade gesagt, oder? Ich halluziniere. Aus schmalen Augen werfe ich ihm einen Blick zu. Weiß er es? Hat er auf geradezu Akte-X-übersinnliche Weise spitzgekriegt, dass ich auf Casey stehe? Kann nicht sein. Unmöglich. Und doch ... Oh, Scheiße. In meinem Hirn geht ein übertrieben lauter Alarm los. Was nun? Alles abstreiten oder ihn einfach erwürgen? Das ist Rizzo. Der wird dieses Wissen nicht für sich behalten, auch wenn ich ihn ganz lieb bitte. Allerdings würde ich mir eher die Zunge abbeißen, sie marinieren, grillen und verspeisen.

»Du laberst so einen Schwachsinn.«

»Tatsache?« In seiner Stimme schwingt ein Lächeln mit.

»Tatsache. Ich wiederhole es gern, wenn du’s noch mal hören willst.«

Er sieht mich mit offenem Amüsement an. »Ich steh nicht so auf Wiederholungen.«

»Kein Witz. Behalt deine Schwachheiten in Zukunft für dich.«

»Oder was?«

»Oder du wirst schon sehen.«

»Ich zittere vor Angst, Foley.«

»Solltest du auch.«

Er schmunzelt, doch in seinen Augen funkelt es dunkel. Mistkerl. Das ist doch bloß wieder eins von diesen kranken Spielchen, die er so gerne spielt, oder? Er will mir nur auf die Nase binden, dass er weiß, was ich wirklich für Casey empfinde, um zu sehen, wie ich mich winde. Wie eine Katze, die mit der Maus spielt, bis die endlich tot ist. Ich frage mich, worauf Rizzo noch wartet. Denn so wenig ich es zugeben will, Casey liegt schon lange unter seinen Tatzen. Irgendwas an Rizzo scheint ihn zu faszinieren. Und ich kann nichts tun, als daneben zu stehen und zuzuschauen. Ich wette, das gefällt Rizzo. Nur deshalb spricht er überhaupt mit mir.
Rizzo redet nicht lange, er tut einfach, was er will. Mit Casey und mir ist das anders. Wir haben endlose, tief gehende Gespräche. In manchen Augenblicken bilde ich mir ein, dass es definitiv einen Subtext in unserer Freundschaft gibt. Doch diese Momente vergehen und mir wird klar, dass ich bekloppt bin, das auch nur zu denken. Tragischerweise ist es pure Legende, dass alle Heteros potentiell schwul sind. Dennoch, seit Rizzo aufgetaucht ist, scheinen die Grenzen zu verschwimmen. Für ihn. Nicht für mich. Und das tut weh, verdammt weh. Irgendwas berührt er in Casey, an das ich nicht rankomme.

Unsere Augen treffen sich. Danny Rizzo lächelt mich an, und zum ersten Mal, seit ich ihn kenne, wirkt es echt, nicht inszeniert. In diesem Augenblick sieht er so gut aus, dass ich es kaum ertragen kann. Ich runzle die Stirn, und dieses kleine, amüsierte Grinsen kehrt auf seine Lippen zurück. Irritierend, aber eindeutig einladend.
Okay, mich tritt ein Pferd. Mit allen vier Hufen gleichzeitig. Da ist etwas in Rizzos Blick ... Das muss ich mir einbilden, denn – ganz ehrlich - was sollte Mr. Perfect an meiner Wenigkeit finden? Demonstrativ schaue ich weg. Trotzdem kann ich seine dunklen Augen weiter auf mir spüren wie ein Kitzeln im Nacken. Es irritiert mich so, dass ich aufstehe.

»Ich muss los.«

»Lass dich nicht aufhalten.«

»Könntest du gar nicht.«

Er lacht leise, samtig. »Grüß Mills von mir.«

»Garantiert nicht.« Ohne ihn nochmals anzusehen, marschiere ich davon.




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