Berlin Blues

Berlin Blues
Eine "Böse Jungs" Geschichte

 

Inhalt


Fortsetzung zu "Böse Jungs - Eine verrückte Dreiecksgeschichte".

Für James bedeutet der Umzug nach Berlin einen kompletten Neuanfang, doch das Zusammenleben mit Danny in einem fremden Land bleibt nicht ohne Herausforderungen. Danny geht ganz in seiner Musik auf und lernt einen charismatischen Singer-Songwriter kennen, der ihn fasziniert.
James dagegen muss feststellen, dass er die Dämonen seiner Vergangenheit nicht so leicht loswird. Seine Trauer sitzt tief und der Plan, Weihnachten ausfallen zu lassen, wird von überraschendem Besuch sabotiert.

In allem Trubel stellt sich die Frage: Sind James und Danny zu verschieden, oder ist ihre Liebe stark genug, um sämtliche Hindernisse zu überwinden?



Details

ISBN: 9783738647785
eBook, Taschenbuch
Verlag: Noxalibri
Genres: Gay Romance, New Adult
Länge: Kurzroman
Seitenzahl: 107
Veröffentlichungsdatum: 1. Oktober 2015
Serie: Böse Jungs, Band 2

Buchtrailer



Buch kaufen

AmazonHugendubelThaliaKobo



Mehr aus dieser Reihe:
Böse Jungs Vielleicht für immer

Trivia:

  • Berlin Blues ist die erweiterte Fassung meiner englischen Kurzgeschichte Home for the Holidays.

  • Diese Geschichte über den Umgang mit Trauer zu schreiben, hat unglaublich Kraft gekostet, aber sie hat auch geholfen, den plötzlichen Tod meiner Mutter ein Stück mehr zu verarbeiten.

  • In Berlin Blues hat Gabe, die Hauptfigur aus Vielleicht für immer den ersten Auftritt.

  • James und Danny hatten mich bis zum Erscheinen von Berlin Blues bereits ganze 13 Jahre lang begleitet. Es war eine aufregende Reise. Schön, die beiden in eine glückliche Zukunft entlassen zu können!


Auszug


Inzwischen hat sich der Gastraum ziemlich geleert. Tische sind von den Wänden in die Mitte gerückt worden. Danny sitzt an der Bar und lauscht mit hingerissenem Lächeln den Erzählungen von niemand Geringerem als - Gabriel West. Offenbar muss das Gespräch unglaublich fesselnd sein, denn mein Freund nimmt mich kaum zur Kenntnis, als ich neben ihn trete. Ein kleiner Stich fährt mir mitten ins Herz. Sie reden auf Englisch und Gabriels Akzent verrät, dass er Brite ist. Geistesabwesend dreht Danny eine seiner CDs in den Händen.

»Wie war das noch mit dem Bier holen?«, frage ich laut und bin selbst überrascht, wie sauer ich klinge.

Danny wirft mir nur einen kurzen Blick zu. »Oh Shit, sorry.« Er hält mir seine halbleere Flasche hin, ohne mich dabei anzusehen. Der Blick seiner schönen Augen ruht auf Gabriel, ein fasziniertes Leuchten tanzt darin.

»Entschuldige, ich hab wohl deinen Kumpel aufgehalten«, wendet der Sänger sich unvermittelt an mich und sieht mich mit offenem Lächeln an.

»Freund. Meinen festen Freund. Wir sind zusammen«, stelle ich klar und taxiere ihn kühl.

Das Lächeln wird breiter, verflucht sympathisch. Dabei möchte ich dem Kerl mit seinen blöden Himmelaugen am liebsten an die Gurgel gehen.

»Dann tut es mir gleich nochmal so leid.« Er streckt mir die Hand hin. »Hi, ich bin Gabe.«

»James«, knurre ich, greife aber nach kurzem Zögern zu. Seine schlanken Finger sind angenehm warm.

»Freut mich, James.«

»Hm.« Ich sehe weg und blicke Danny aus schmalen Augen an. »Ich gehe jetzt. Kommst du mit oder was?«

Ruckartig kommt Leben in Danny. »Willst du echt schon?«

»Morgen geht's früh los bei mir.«

»Na schön.« Wow, welche Begeisterung. Danny weist auf sein Handy, als er sich umständlich erhebt. »Wir bleiben in Kontakt, ja?«

»Ich melde mich auf jeden Fall«, erwidert Gabriel warm und klingt so, als meint er das ernst. Hallo? Ich stehe direkt neben euch, Leute! Könntet ihr das Flirten jetzt bitte unterlassen? Zum Glück kommt jemand und will irgendwas von Gabe, so dass aus der Verabschiedung bloß ein kurzes Zunicken wird. Nur ihre Blicke scheinen sich noch für einen ungewöhnlich langen Moment zu treffen.

»Was zur Hölle, Jimmy?«, faucht Danny verärgert, als ich ihn mit Eisengriff zur Kneipe rauslotse. »Was ist los mit dir?«

»Nein, was ist los mit dir?« zische ich finster, als wir auf die Straße treten. »Ich stand die ganze Zeit hier draußen und habe auf dich gewartet wie ein Idiot!« Ich lasse ihn abrupt los und trete so flott den Heimweg an, dass Danny nur mit Mühe Schritt halten kann.

»Warum bist du nicht einfach reingekommen?«

Ich bleibe ruckartig stehen und funkele ihn an. »Weil ich mich auf dich verlassen habe!«

Das scheint einen Nerv zu treffen und seine Gesichtszüge werden umgehend weicher. Danny atmet tief durch und kommt zu mir. »Das kannst du auch«, meint er eindringlich. »Das weißt du.«

»Und was sollte das dann mit Gabe eben?«

»Was meinst du?«, fragt er verwirrt.

»Du hast ihn ja förmlich angeschmachtet!«

Plötzlich lächelt Danny, und wie jedes Mal geht dadurch in meiner kleinen Welt die Sonne auf. »Bist du etwa eifersüchtig, Jimmy Boy?«

Ertappt und beschämt wende ich mich ab und verschränke die Arme. »Hättest du wohl gerne.«

Er tritt zu mir, legt von hinten die Arme um mich und lacht samtig, dicht an meinem Ohr. »Du Spinner. Als könnte mich ein anderer reizen, wo ich doch dich habe.«


   Copyright © Susann Julieva. Alle Rechte vorbehalten.    |    Impressum & Datenschutz